Von verunglückten Literaten, der ersten Vernissage des Jahres und einem (wieder mal) heillos überfüllten Clubsalon – east west’s week review #56

Liebe Mitglieder, wie bereits angekündigt, bekommt ihr den east west week review, diese Woche nicht wie gewohnt am Montag, sondern erst am Dienstag serviert. Er fällt dieses Mal ein wenig kürzer aus als sonst, weil wir am Mittwoch „nur“ einen salotto ost west veranstaltet haben und der LiteraturCLUB am Donnerstag, wegen eines kleinen Unfalls leider ausgefallen ist. Dafür haben wir euch am Wochenende mit der ersten Vernissage des Jahres, der Jamsession und einem Doppelkonzert dennoch drei tolle Programmpunkte präsentieren können, von denen wir euch nun ein wenig berichten werden.

Beim Salotto ost west haben wir die Woche am Mittwoch sehr gemütlich angehen lassen und einige neue Getränke ausprobiert, die wir seit Kurzem für euch im Angebot haben. Auch wenn es nicht ganz so kalt war, wie in den letzten Tagen und Wochen, haben wir es uns rund um unseren kleinen Ofen gemütlich gemacht und uns ein wenig über Gott und die Welt unterhalten.

Am Donnerstag stand dann eigentlich der erste LiteraturCLUB des Jahres auf dem Programm. Eigentlich, weil der Abend leider kurzfristig und im letzten Moment abgesagt werden musste, weil Hansjörg Waldner, der die Lesung zu Karl Kraus‘ Werk „Die letzten Tage der Menschheit“ eigentlich inhaltlich gestaltet hätte, sich kurz vorher verletzt hat und zur Kontrolle ins Meraner Krankenhaus gebracht wurde. Hansjörg Waldner ist zum Glück nichts passiert und ihm geht es gut, was die wichtigste Nachricht dieses Abends war. Deshalb dürfen wir jetzt schon und voller Vorfreude ankündigen, dass wir diesen LiteraturCLUB bereits am Mittwoch 7. März (20.00 Uhr) nachholen werden. Wie ihr vielleicht bereits wisst, haben wir den Lindy Hop Abend mit dem LiteraturCLUB ab März getauscht, so dass nun immer zu Beginn des Monats die Literaturabende bei uns stattfinden und am Ende des Monats dann Lindy Hop getanzt wird. Den Termin sollten sich die Literaturfreunde unter euch also schonmal vormerken.

Am Freitag hatten wir dann die Ehre die erste Vernissage des Jahres zu präsentieren. Der iranische Künstler Meisam Hashemi stellt uns für etwas mehr als einen Monat seine Werke zur Verfügung, die ihr zu unseren Öffnungszeiten bestaunen könnt. Wenn ihr Interesse haben solltet, eines der Werke zu kaufen, dann wendet euch einfach an uns (info@ostwest.it). Im Anhang findet ihr außerdem einige Fotos von der Vernissage, die unsere Vorstandskollegin Laura Zindaco für uns geknipst hat.

Anschließend an die Ausstellungseröffnung wurde dann wie immer am letzten Freitag des Monats gejammt. Maestro Andreas Unterholzner durfte wieder allerlei verschiedene junge und altbekannte Musikerinnen und Musiker auf unserer Bühne begrüßen. Neben Aronne Dell’Oro und Joe Chiericcati, dessen Anwesenheit gerade durch seine wunderbaren Piano-Klänge der Veranstaltung eine besondere Note gibt, waren auch Florian, Emma, Alex oder Stefan überaus motiviert uns ihre Musik zum Besten zu geben. Gerade Emma entwickelt sich immer mehr zu einer selbstsichereren Musikerin, deren Stimme einen unvergleichbaren Touch hat und die vor Gesangstalent nur so strotzt. Das Programm und die Musikgenres waren wieder bunt gemischt, so dass wir am Ende durch den Auftritt von Stefan alias Kaiser Lee auch noch in den Genuss zweier wunderbarer Songs von Moltow (gimme tha power) und Flogging Molly (Rebels of the sacred heart) kommen durften. Die Jamsession und hier möchten wir eines unserer Mitglieder zitieren gehört nachwievor zu den „absolut geilsten und fetzigsten“ Veranstaltungen im Club. Das macht uns sehr froh!

Am Samstag Abend hatten wir dann wieder ein Doppelkonzert für euch im Programm. Es wurde nicht nur zu einem wunderbaren singer songwriter Abend, sondern zur einer derart großartigen atmosphärischen Veranstaltung, dass wir drei Tage später noch ordentlich Gänsehaut haben, wenn wir daran zurückdenken. Neben dem Bozner Musiker Peter Burchia (Shanti Powa), der uns eine knappe Stunde seines Soloprogramms mit eingängigen und ruhigen Balladen präsentierte, durften wir anschließend zum ersten Mal in den Genuss, der unvergleichlichen Stimme des aus Vicenza stammenden Phill Reynolds kommen. Reynolds hat eine derartige Präsenz auf der Bühne, obwohl er allerhöchstens 1,70 Meter groß ist. Aber die Art und Weise, wie er sein Instrument und sein Stimmorgan beherrscht ist einzigartig. Neben seinen vielen selbstgeschriebenen Stücken, hat er uns auch einige coole Coversongs präsentiert. Vor allem Bruce Springsteens „Streets of Philadelphia“ ist uns dabei besonders in Erinnerung geblieben. Der Konzertsaal im Club war die ganz Zeit über restlos mit Menschen überfüllt, es gab nirgends mehr freie Plätze und die vielen Mitglieder saßen während des Auftritts Schulter an Schulter und schienen die großartige Atmosphäre sichtlich zu genießen. Im Anhang findet ihr einige wirklich tolle Fotos, die dies sehr gut veranschauliche. Danke an dieser Stelle an unseren Fotografen Catello Nigro und auch an Maurice Bellotti von Poison for Souls für die Zusammenarbeit. Schon an diesem Freitag habt ihr übrigens wieder die Gelegenheit beim nächsten songwriter Konzert mit The Informal Thief und Waira diese besondere Atmosphäre im Club erleben zu dürfen. Wir freuen uns!

Ein Dank geht an dieser Stelle wie immer an Salon Habicher und Alperia für die Unterstützung unseres Tätigkeitsprogramms.