Über Wahlkampf-Debatten, „norrete Schwammler“ und eine Nachwuchsmusikerin, die Adele staunen lassen würde – east west’s week review #79

Liebe Mitglieder, warum unsere Gäste um Martin Telser am vergangenen Mittwoch beim ersten Zigori Club der Saison anscheinend jede Menge Spaß hatten und sogar der Landtagsabgeordnete Sigmar Stocker (der ja vor ein paar Jahren ja immer wieder irgendwelche lustigen Landtagsanfragen zu unserem ost west club est ovest gemacht hat) sich laut eigenen Aussagen im Club „sehr wohl gefühlt“ hatte, erfahrt ihr u.a. wie immer am Montag Mittag und auf den folgenden Zeilen bei east west week review Nr. 79.

Wir haben die Woche am Mittwoch mit dem ersten Zigori Club der Saison gestartet. Zu Gast bei Moderator Markus Lobis waren dieses Mal Martin Telser von der SVP und Sigmar Stocker von den Freiheitlichen. Beide Politiker haben zum ersten Mal auf unserem Podium gesprochen und unter dem Titel „Südtirols heißer Hebrst – Links? Rechts? Geradeaus?“ vor allem über die anstehdenen Landtagswahlen am 21. Oktober debattiert. Die Diskussion hatte verschiedene Themen, wie Migration, Landwirtschaft, Soziales und politische Ausrichtungen zum Inhalt. Dabei hat Sigmar Stocker immer wieder erklärt, dass ihm das Ordnungsprinzip mehr als nur am Herzen liegt. Stocker sagte, dass nur durch eine klare und straffe Ordnung ein Zusammenleben in einer Gesellschaft möglich sein kann. Gerade im Hinblick auf Migration brauche es klare Regeln und laut dem blauen Landtagsabgeordneten dürfen nur Menschen zu uns kommen, die sich an unsere Regeln halten. Telser wiederum gab in Hinblick auf diese Thematik zu verstehen, dass er diesbezüglich eine inklusivere Position vertreten möchte. Er erklärte auch, dass es in einer Sammelpartei wie der Volkspartei natürlich verschiedene und unterschiedliche Strömungen gibt, und er sich selbst hier eher der „sozialeren“ Seite zuordnen würde. Telser erklärte, dass es zwar an manchen Orten in Südtirol ein gefühltes Sicherheitsproblem geben würde, aber, dass die effektiven Zahlen in Hinblick auf die Kriminalstatistik diese Wahrnehmung nicht stützen. Stocker wiederum unterstrich seine Position indem er das Beispiel der Situation am Bozner Bahnhofspark ausführte und, dass er viele Menschen und hier vor allem Frauen kennt, die sich gerade abends nicht mehr sicher fühlen. Auch aus unserem Publikum gab es viele interessante Fragen und Diskussionsbeiträge, die Moderator Markus Lobis an unsere beiden Gäste weitergab. Rund 40 interessierte Mitglieder waren gekommen, um der Debatte zwischen Stocker und Telser beizuwohnen. Wir bedanken uns bei unseren Gästen, dem Moderator und dem Publikum für eine offene und faire Debatte, bei der mit viel gegenseitigem Respekt und trotz unterschiedlicher Positionen diskutiert wurde. Im Anhang findet ihr einige Fotos von Sara Mostacci.

 

Care calcettiste e cari calcettisti, giovedi sera alla prima Calcetto Night della nuova stagione hanno partecipato 26 giocatori/trici. Hanno vinto Max e Tobi (nella foto in piedi da sinistra a destra) battendo in finale Pedro e Nello (nella foto seduti da sinistra a destra). Prenotata vi la data per la prossima Calcetto Night, giovedi 8 novembre, dove giocheremo con le coppie fisse. Iscrizioni a Gianluca (solo whatsapp: 3336374579) oppure direttamente nella sala calcetto est ovest. Se avete proposte per una donazione scriveteci una email su info@ostwest.it. Vi aspettiamo.

Am Freitag haben wir euch dann den ersten wild wild ost west slam der Saison im Club präsentiert. Es war insgesamt die 19. Ausgabe unserer allmonatlichen Poetry-Slam treffen und wir hatten insgesamt 6 Slammerinnen und Slammer auf unserer kleinen Bühne zu Gast. Und das Niveau an diesem Abend war wieder aller Ehren wert. Nach einem super Einführungstextes unseres Opferlammes Alex „Giovi“ Giovanelli mit dem Titel Victoria sind wir dann gleich in die Vollen gegangen. Nach Lorena Daniele und ihrem Text „Dideldadideldum“ stand Felix Maier, der erst 16jährige Nachwuchsslammer aus Tramin auf der Bühne und wusste sofort mit einem coolen Text zum Thema Patriarchat zu überzeugen. Dann folgte unser Innsbrucker special guest Stefan Abermann mit einem Schenkelklopfertext, der den Namen „Vor dem Gesetz“ trug und sich mit einem übereifrigen „Schwammerlsucher“ und seiner Begegnung mit einem Gendarmerie-Beamten berichtete. Danach folgte Steini mit seinem „Du darfst nicht laufen“ und überließ anschließend der Südtiroler Landesmeisterin Ania Viero das Podium für ihre „Leiden des jungen Paolo“. Lena Wopfner folgte in der Vorrunde als Letzte mit einem Anti-Mobbing Text, der übrigens im Rahmen der „No-Hate“ Veranstaltung des Forum Prävention schon auf den verschiedenen social media Plattformen zu hören gewesen war. Ins Finale schafften es dann neben Abermann, Wopfner, auch noch Viero und Maier. Im Finale durften wir dann die Marlingerin Lena Wopfner mit „Augenblicke“ hören. Viero antwortete mit ihrem Ausflug in andere Galaxien. Felix Maier setzte noch einen drauf und stellte seinen „Allerlei Rausch oder Probieren geht über Studieren“ Text zu den Experimente mit den verschiedensten psychoaktiven Substanzen vor. Abermann beschloss den WWOWS #19 dann mit seinem „Latte Macchiato“ und seinem sprachlichen Ausflug ins Italienische, der am Ende Platz Nr. 1 bedeutete, den er sich aber ex aequo mit Viero teilen musste. Maier schaffte es auf Platz drei und Wopfner schaffte es nicht ganz aufs Stockerl. Es war ein guter und solider Auftakt mit einem noch ausbaufähigen Publikumszuspruch mit rund 30 anwesenden Mitgliedern. Wenn ihr selbst Lust habt zu slammen seid ihr natürlich herzlich eingeladen euch unter info@ostwest.it für die Novemerausgabe am 9.11. bei uns anzumelden. Bis dahin möchten wir uns noch bei unseren Moderator*innen und Organisator*innen Lene Morgenstern und Alex Giovanelli, den coolen Slammer*innen, dem Publikum und natürlich unseren Sponsoren Alte Mühle Meran und der Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung bedanken. Auf dem Foto findet ihr unsere vier Finalist*innen

Am Samstag hatten wir dann drei junge Nachwuchsmusiker*innen auf unserer Bühne zu Gast, die in dieser Formation zum ersten Mal bei uns aufgetreten sind. Neben den Sailors (Stefan Pfattner und Ricky Roots) war die junge Nachwuchsmusikerin Emily Ferri bei uns zu Gast. Und es wurde ein Abend, der wieder einmal gezeigt hat, wie bunt und vielschichtig die junge Südtiroler Nachwuchsszene mittlerweile ist. Mit einer Mischung aus Reggae, Hip Hop und Beatbox haben Stefan und Ricky zuerst ihr Programm vorgestellt. Dabei wusste vor allem Pfattner mit seinem fingerstyle-guitar Spiel zu begeistern, Ricky Roots wiederum hat gezeigt, dass er großes Talent hat, wenn es um Sprechgesang und klassischen Rap geht. Als dann die gerade einmal 19jährige Emily Ferri zu den beiden Herren auf die Bühne stieg durften sich die zahlreich erscheinen Zuhörer*innen selbst vom gesanglichen Talent der jungen Eppanerin überzeugen. Mit selbstgeschriebenen Songs und als Begleitung für die Sailors hat Ferri mehr als deutlich gezeigt, dass sie wahrscheinlich zu den talentierstesten Nachwuchssängerinnen in unserem Land zählt und, dass großes Potential in ihr steckt, dass nun nur noch entsprechend gefördert und bekannt gemacht werden muss. Das Publikum (rund 50 Mitglieder waren gekommen) war jedenfalls sichtlich begeistert von dem Trio aus dem Überetsch. Als dann auch noch der ein oder andere Coversong von Bob Marley, über Seeed oder die Ohrbooten ins Programm eingebaut wurde und das Publikum die Songs lauthals mitsang, wurde der Abend zu einem unvergesslichen. Wir bedanken uns bei drei überaus feinen, jungen Menschen, die sichtlich begeistert von unserem Club sind und sich sehr dankbar zeigten, bei uns spielen zu dürfen. Wir werden den Weg dieser Formation natürlich weiter intensivst verfolgen und legen euch ans Herz es uns gleich zu tun. 😉

Abschließend möchten wir uns wie immer bei unseren Sponsoren CityLiving.me, Salon Habicher, Alperia und den öffentlichen Institutionen der Provinz Bozen, dem Amt für deutsche und italienische Kultur, sowie dem Amt für deutsche und italienische Jugendarbeit und der Gemeinde Meran für die Unterstützung unseres Tätigkeitsprogramms bedanken.