Über Jamsessions, die Amateure und Profis zusammenführen, Kinderzock-nachmittage, musikalische Ehrungen und Masturbationsmusik – east west’s week review #85

Liebe Mitglieder, warum Comeback-Konzerte immer einen besonderen Reiz sowie viele Überraschungen versprechen, und weshalb wir am vergangenen Samstag und während des Soundchecks mit The Bad Bastards (Titelbild) nicht ganz sicher waren, ob es sich bei den sechs Herren und der Dame auch wirklich um jene Band handelt, die wir für diesen Abend gebucht hatten, erzählen wir euch wie immer am Montag Mittag bei der 85. Ausgabe des east west week review und auf den folgenden Zeilen.

Am Mittwoch haben wir die Woche mit der Noche de Tango begonnen. Wie immer am dritten Mittwoch des Monats wurde im Club wieder Milonga getanzt. Fünf Pärchen hatten sich bei uns eingefunden, um wieder gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen und die eigenen Tango-Künste weiter zu verbessern. Wir bedanken uns deshalb bei unseren Tango-Verantwortlichen um Carmen, Johannes und Co., die sich immer wieder und Monat für Monat um die musikalische Auswahl kümmern und die Abende für uns entsprechend zu gestalten. Der nächste Tango-Abend findet am Mittwoch 19. Dezember wie immer mit Beginn um 21.00 Uhr statt.

Am Donnerstag Abend wurde dann wieder Lindy Hop im Club getanzt. Mehr als 10 tanzwütige Pärchen (darunter tolelrweise auch viele Anfänger*innen) waren gekommen, um zum unvergleichlichen Sound der 1920er Jahre ihre Körper in Bewegung zu setzen. Am Donnerstag 20. Dezember um 20.00 Uhr habt ihr dann zum letzten Mal im alten Jahr 2018 Gelegenheit bei uns vorbeizukommen und gemeinsam mit unserem Partner Swing On Südtirol in den Genuss dieser wirklich tollen Veranstaltung zu kommen.

Am Freitag war es dann wieder soweit und wir haben euch die zweite Jamsession, der immer noch relativ jungen Clubsaison präsentiert. Andreas Underwood Unterholzner hat in den vergangenen Jahren einen herausragenden Job gemacht, der immer mehr Früchte trägt. Dies vor allem weil gerade in letzter Zeit immer mehr jungen Nachwuchsmusiker in den Club kommen und dabei jedes Mal eine gute Figur hinterlassen. Teilweise sind es Schüler*innen von unserem maestro Underwood oder ganz neue Mitglieder, die unsere Jam bisher nur vom Hören-Sagen kannten. Im Zusammenspiel mit den erfahrenen Hasen um Unterholzner oder Musikern wie Jan Langer (Opa’s Diandl) entsteht so immer wieder ein sehr lebendinges Zusammenspiel von Profimusikern und Amateuren. Wenn sich dann auch noch wie am Freitag passiert solch‘ überragende Sängerinnen wie Marlene Basso (Ex-Mahana) auf die Bühne gesellen, dann ergibt sich daraus eine perfekte Kombination, aus welcher dann Musik entsteht, die unsere vielen Mitglieder im Publikum immer wieder aufs Neue begeistern kann. Bei den vorgetragenen Stücken handelt es sich meist um coole und neu-interpetierte Coverstücke, aber gleichzeitig gibt es auch immer Songs, die frei interpretiert und in klassischer Jamsession-Manier kurzerhand vor Ort entstehen. Gerade das freie Improvisieren als wichtiges Element bei diesen spontanen musikalischen Zusammenschlüssen, tut unseren Jam-Abenden immer wieder gut und bringt große Abwechslung in das vorgetragene Programm. Neben den unglaublichen Gesangskünsten von der zuvor erwähnten Marlene Basso haben wir uns sehr über den Auftritt von Eleonora gefreut, die überhaupt zum ersten Mal im Club war und dort auf unserer Bühne stand. Sie hat uns zwei der bekanntesten Amy Winehouse Stücke vorgetragen und dabei ordentlich Eindruck hinterlassen. Auch wenn es nahezu unmöglich ist die vielleicht bekannteste Soul-Stimme aller Zeiten nachzusingen, hat Eleonora zumindest keine schlechte Figur hinterlassen und auch den entsprechenden Applaus bei unserem Publikum einheimsen können. Wir bedanken uns neben unserem maestro Underwood, bei Florian (E-Gitarre), Alex, Michael und Jan (Schlagzeug), Sophie (Bass), Marlene (Gesang) und Nico Platter an unserem neuen Wandklavier. Im Anhang findet ihr einige Fotos, die wir mit unserer niegelnagelneuen Club-Kamera für euch geknipst haben.

 

Am Samstagvormittag haben wir dann mit dem Verein Metamorphosis der sich im Auftrag der Gemeinde Meran um die Aufwertung der Stadtviertel kümmert, und dem Stadtviertelrat des Steinachviertels den ersten Kräutergarten eröffnet. Direkt anschließend an den Steinachplatz kann man nur Kräuter mitnehmen und zum Kochen verwenden. Unser ost west club hat von 11.00 bis 14.00 Uhr einen kleinen Getränkestand mit warmen Tee in persona unseres Präsidenten Erwin Seppi und unserer Vorstandskollegin Sonja Steger betreut. Wir bedanken uns bei Zita Pichler und Meinhard Kuen (Stadtviertelrat), Stadträtin Madeleine Roher und Bürgermeister Paul Rösch und den Verantwortlichen von Metarmophosis um Katia Di Gennaro für das tolle Projekt und die gute Zusammenarbeit!

Am Samstagnachmittag haben wir dann den ersten Calcetto Afternoon for Kids und hier die insgesamt 4. Ausgabe organisiert. Dieses Mal hatten sich 14 Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren eingeschrieben, um gemeinsam an den Spieltischen zu zocken. Gianluca Dominici hat sich wie immer in vorbildlicher Art und Weise um die Organisation dieser Veranstaltung gekümmert und unser Vorstandsmitglied Florian Oberhuber hat für Speis und Trank für die Mädchen und Jungs gesorgt. Die Kinder haben sich über drei Stunden köstlich amüsiert und hatten großen Spaß darin sich gemeinsam an den Spieltischen zu duellieren. Der nächste CAFK findet am Samstag 23. Februar wieder mit Beginn um 14.30 Uhr statt. Ihr könnt eure Kids wieder unter info@ostwest.it anmelden.

Am Abend haben wir die Clubwoche dann mit einem Konzert beschlossen, das schon im Vorfeld große Freude bei vielen unserer Mitglieder ausgelöst hatte. Was auch am riesigen Publikumszuspruch mit mehr als 70 Menschen, die extra zum Konzi gekommen waren, zu sehen war. Nach fast über zwei Jahren kreativer Schaffenspause haben uns The Bad Bastards endlich wieder für ein Konzert besucht und dabei einen Auftritt hingelegt, der mehr als nur beeindruckend war. Und das Besondere an den eh schon immer coolen Auftritten der Meraner war dieses Mal vor allem die musikalische Entwicklung der bösen Bastarde, die in fast jedem Lied zum Ausdruck kommt. Einige Stücke wurden ein wenig neu arrangiert und einige Songs aus dem in Kürze erscheinenden neuen Album (wir hatten aufgrund eines Missverständnisses fälschlicherweise kommuniziert, dass die neue CD bereits am Samstag bei uns vorgestellt wird), das für das Frühjahr 2019 geplant ist, vorgestellt. So ergab sich eine perfekte Kombination aus Kultstücken wie „The Butchers Wife“, „I’m sensitive“ und neuen Liedern wie „Towards Underground“ Und gerade diese neuen Stücke zeigen eine deutliche Transformation im Sound der sieben Musiker*innen. Die Hinzunahme von Davide an der E-Gitarre gibt der Musik der Band eine neue, sehr erfrischenden und entsprechend rockige Note. Auch Manni setzt sein Banjo nur noch in knappen Parts ein und beschränkt sich eher auf die elektronischen Klänge an der Gitarre. Dazu kommen die alteingessesenen Bastarde Johannes (Schlagzeug), Max (Piano), Markus (E-Bass) und natürlich die Frontsänger*innen Camilla und Joe. Die weibliche Stimme rundet den Sound nun nahezu perfekt ab und so wird einem bei der Musik auch nie langweilig. Lief man vor einigen Jahren noch Gefahr sich bei den teilweise sehr gleichförmigen Stücken ein bisschen zu langweilen, hat die Formation nun eindeutig ihren Weg gefunden, ohne die morbide Attitüde und das besonders folkige Alleinstellungsmerkmal ihres Sounds zu vernachlässigen. Teilweise waren auch Salsa- bzw. Rumba-ähnliche Instrumentaleinsätze zu hören, die teils aus Jux eingestreut wurden und somit auch die augenzwinkernde und humorvolle Seite der Meraner Band immer wieder unterstreichen. Auch das deutlich stärkere Einbeziehen des Publikums durch Frontsänger Joe in interessanten Zwiegesprächen mit der ersten Frontreihe über Masturbationsmusik sorgten im ost west club natürlich für die entsprechenden Lacher. Die überaus lockere und feine Atmosphäre gipfelte am Samstag dann kurz vor Abschluss des Konzertes darin, als dem ehemaligen Bastard Herbert (verantwortlich für Flöten-, Pfeifen- und Maultrommelspiel) eine Ehren-Bastard-Urkunde in Form eines selbstgemalenen Bildes überreicht wurde. Der sichtlich gerührte Herbert ließ es sich dann selbstverständlich auch nicht nehmen ein Abschiedslied mit seinen alten Bandfreunden zu trällern. Wir bedanken uns bei einer jener Bands, die man getrost als Clubband bezeichnen kann, weil sie nicht nur aufgrund der räumlichen Nähe zu unserem Vereinslokal, sondern auch durch ihr musikalisches Engagement in den vergangenen Jahren im ost west club immer wieder bewiesen haben, dass sie zu unserem engsten Freundeskreis gehören. Nach dem Konzi mit The Bad Bastards kehrte gab es dann mit dem Comeback von DJ Melodiegarantie eine weitere musikalische Rückkehr in der Altstadt, die während und nach dem Auftritt für große Jubelstürme sorgte. Als wäre Joe nie weg gewesen, haute er uns einen Hit nach dem Anderen um unsere Lauscherchen und brachte die eh schon gut aufgelegte Meute, endgültig zum Durchdrehen. Im Anhang findet ihr die beeindruckend guten Fotos von unserem Fotografen Arno Ebner vom Auftritt der Bad Bastards.

 

Abschließend möchten wir uns wie immer bei unseren Sponsoren Alperia, Pohl Immobilien/Gruppe Unterberger, Salon Habicher, unserem Medienpartner Die Antenne und den öffentlichen Institutionen der Provinz Bozen, dem Amt für deutsche und italienische Kultur, sowie dem Amt für deutsche und italienische Jugendarbeit und der Gemeinde Meran für die Unterstützung unseres Tätigkeitsprogramms bedanken.