Film: Die Rattenlinie – Nazis auf der Flucht durch Südtirol und anschließende Diskussion mit Regisseurin Karin Duregger und Historiker Hans Heiss

Liebe Mitglieder, am Mittwoch den 27. April (Beginn: 20.30 Uhr) präsentieren wir euch einen überaus spannenden und interessanten Programmpunkt im Club. Wir zeigen an diesem Abend den Dokufilm „Die Rattenlinie – Nazis auf der Flucht durch Südtirol“ von Karin Duregger. Außerdem werden wir anschließend an den Film mit dem Historiker Hans Heiss, der Meraner Filmemacherin und natürlich unserem Publikum über das Thema Fluchthilfe für Nazis in Südtirol nach dem zweiten Weltkrieg sprechen. Wir freuen uns auf einen sicherlich aufschlussreichen Abend mit vielen neuen Erkenntnissen.

Zum Inhalt: Die Dokumentation begibt sich auf die Spuren der Fluchtrouten führender Nazi-Größen und nimmt hier besonders eine Region ins Fadenkreuz: Südtirol. Ebenso wie Adolf Eichmann, Cheforganisator des Holocaust oder Martin Bormann, engster Vertrauter Adolf Hitlers, wählten auch viele andere NS-Funktionäre den Weg über die Brennergrenze durch Südtirol.

Keine andere Region Europas hatte diese Voraussetzungen zu bieten: Das Land war territorial und staatsrechtlich ein „Niemandsland“. Hier war es möglich, nach Kriegsende ein sehr engmaschiges Unterstützer-Netz zu knüpfen. Hilfe kam hier von mehreren Seiten: Hier ein kleines Kloster oder auch der Wirt eines Gasthofes, dort das Netzwerk des Vatikans oder ehemalige Parteigenossen und alte Sympathisanten.

Im damaligen Südtirol spielte der Kampf gegen den Kommunismus, die Fokussierung auf die nationale Frage und die Solidarität mit dem Deutschtum eine große Rolle. Der Film greift neue Forschungsquellen von österreichischen und lokalen Historikern auf. Martin Bormanns Urenkelin, eine junge Frau aus Bozen, spricht darüber, dass sie das Thema durch ihre Verwandtschaft mit dem Hitler-Sekretär ewig begleiten wird. Oder ein österreichischer Journalist und Autor erzählt, wie sein Vater, ein führender Nazi, sich im Pustertal auf einem Bauernhof versteckt hat. Autorin und Regisseurin Karin Duregger begibt sich mit Zeitzeugen an authentische Schauplätze, spricht etwa mit einem einstigen Schlepper am Reschen oder auch mit einem 95jährigen Priester und Kirchenhistoriker über deren Fluchthilfen.

Die Rattenlinie – „Nazis auf der Flucht durch Südtirol“ und anschließende Diskussion mit Regisseurin Karin Duregger und Historiker Hans Heiss. Mittwoch, 27. April mit Beginn um 20:30 Uhr.

Zur Person: Karin Duregger arbeitet als freie Autorin. Lange und mittellange Fernseh-Formate sind ihre Leidenschaft. Ausführliche Recherchen und Drehs über einen längeren Produktionszeitraum reizen sie an den Projekten genauso wie die wechselnden Protagonisten und ihre Geschichten. Sie produziert gemeinsam mit unterschiedlichen renommierten Fernseh- und Filmproduktionsfirmen Fernseh-Dokus, Features und Reportagen. Sie realisiert auch in regelmäßigen Einsätzen kürzere Beiträge für Magazinsendungen. Auch ihre Stimme kommt zum Einsatz, entweder als Off-Sprecherin für ihre eigenen Filme oder Beiträge, aber auch als Werbesprecherin fürs Radio. Sie führte über zwei Jahre durch eine eigene Radiosendung und tüftelt und schraubt stets weiter, auch an kreativen Projekten im Kunst- und Kulturbereich.

Der Trailer zum Film:

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